Alles über Dachbegrünung in Deutschland
Vom Aufbau über die Auswahl der Pflanzen bis hin zur Gründach-Pflege.
- Mehr Biodiversität – Lebensraum für Pflanzen & Tiere
- Nachhaltig für Klima & Wasserhaushalt
- Unterstützt kommunale Klimaziele
Was bedeutet Dachbegrünung (Definition)
Die Dachbegrünung ist eine Form der Gebäudebegrünung und bezeichnet sowohl den Vorgang des Bepflanzens von Dächern in Form von Dachgärten (oder des Bewachsenlassens nach entsprechender Herrichtung) als auch die bestehende Gesamtheit der Pflanzen einschließlich des notwendigen Unterbaus auf einem begrünten Dach. Sie ist ein möglicher Bestandteil ökologischen Bauens.
Was ist ein Gründach?
Bei der Dachbegrünung bzw. der Installation eines „Gründachs“ wird ein Dach mit lebender Vegetation wie Gräsern, Kräutern oder Sedum bedeckt,die in einem speziellen Substrat gepflanzt werden. Diese künstlich angelegten begrünten Flächen bieten zahlreiche Vorteile, darunter :
Verringerung
des städtischen Wärmeinseleffekts durch Kühlung der Umgebung,
Verbesserung
der Luftqualität durch Filterung von Schadstoffen,
Optimierung
der Gebäudeisolierung für mehr Energieeffizienz
Regulierung
des Regenwasserabflusses.
Gründächer erhöhen zudem die Artenvielfalt, indem sie Lebensräume für Insekten und Bestäuber schaffen, und können als optisch ansprechende Gemeinschaftsräume dienen, was sie zu einem wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen Stadtentwicklung macht.
Geschichte der Dachbegrünung: Von den Hängenden Gärten bis ins moderne Deutschland
Gründächer haben sich aus antiken Praktiken wie den Hängenden Gärten von Babylon zu einer neuzeitlichen Initiative entwickelt, die in den 1960er Jahren in Deutschland ihren Anfang nahm und bei der leichte Materialien und Entwässerungssysteme für den Einsatz in Städten entwickelt wurden.
Getrieben durch ein wachsendes ökologisches Bewusstsein und gefördert durch staatliche Unterstützung gewann das Konzept zunehmend an Bedeutung und wurde aufgrund seiner ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile zu einem festen Bestandteil nachhaltiger Architektur – und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt.
Antike Wurzeln
- Hängende Gärten von Babylon: Eines der frühesten bekannten Beispiele für begrünte Dächer, erbaut um 600 – 500 v. Chr., mit üppiger Vegetation, die sowohl für Dämmung als auch ästhetische Gestaltung sorgte.
- Wikinger und andere antike Kulturen: Verschiedene Kulturen, darunter diejenigen in Skandinavien und im alten Persien, nutzten Grasdächer und Dachbegrünungen zur Isolierung und um ihre Häuser besser in die Landschaft zu integrieren.
Die moderne Gründachbewegung
Innovation aus Deutschland: Die moderne Gründachbewegung nahm ihren Anfang in Deutschland in den 1960er Jahren. Deutsche Forscher und Stadtplaner erkannten das Potenzial von Gründächern für die Bewältigung urbaner Herausforderungen wie Wärmeinseleffekte, Regenwassermanagement und Luftqualität.
In dieser Zeit wurden wichtige Techniken und Technologien entwickelt, darunter leichtgewichtige Substrate und effiziente Entwässerungssysteme, die Gründächer für städtische Umgebungen geeigneter werden ließen.
Warum Dachbegrünung: Vorteile eines Gründachs
Nicht nur die Vorgaben unserer Politik sollten Sie dazu bewegen, sich für ein Gründach zu entscheiden. Natürlich sind die wirtschaftlichen Aspekte und Kosten beim Bau eines neuen Industriegebäudes nicht unwesentlich und stehen für die meisten Kunden im Vordergrund.
Dennoch gibt es viele weitere gute Gründe, den ökologischen Weg bei der Planung eines Neubaus oder auch Renovierung eines bereits bestehenden Gebäudes einzuschlagen. Was wir in der Natur- und Landschaftspflege mit unseren Forstdienstleistungen bereits umsetzen, wollen wir nun auch in die Städte unseres Bundeslandes NRW sowie Bayerns (und über diese hinaus) übertragen.
Gründächer bringen eine Vielzahl von Vorteilen mit sich, sowohl für die Umwelt als auch für Gebäude und die Gesellschaft. Sie wirken der Überhitzung in Städten entgegen, verbessern das Regenwassermanagement, sorgen für saubere Luft, fördern die Artenvielfalt, isolieren Gebäude und schaffen zusätzliche Freiräume. Durch die Integration von Pflanzen holen sie natürliche Funktionen in den urbanen Raum zurück und bieten so ökologische, wirtschaftliche und soziale Mehrwerte für Bewohner und Gemeinschaften.
Ökologisch gesehen tragen Gründächer dazu bei, den sogenannten Wärmeinseleffekt in Städten zu verringern. Indem sie Sonnenlicht absorbieren, reflektieren und über Verdunstung kühlen, senken sie sowohl die Temperatur der Dachflächen als auch die Umgebungsluft. Gleichzeitig nehmen Substrat und Vegetation Regenwasser auf, verzögern den Abfluss und entlasten so die Kanalisation. Ein wichtiger Beitrag zum Hochwasserschutz.
Die Pflanzen filtern zudem Feinstaub aus der Luft, binden CO₂ und produzieren Sauerstoff, was die Luftqualität verbessert und Treibhausgase reduziert. Darüber hinaus entstehen wertvolle Lebensräume für Vögel, Insekten und andere Tiere, was die Biodiversität im sonst stark versiegelten Stadtraum fördert. Auch der Lärmschutz profitiert, da die Schichten aus Erde und Vegetation als natürliche Schalldämpfer wirken.
Wirtschaftlich und gesellschaftlich gesehen bieten Gründächer ebenfalls große Vorteile. Ihre isolierende Wirkung senkt den Energieverbrauch, da sie im Winter Wärme speichern und im Sommer die Innenräume kühlen. Das verlängert nicht nur die Lebensdauer der Dachhaut, die besser vor UV-Strahlung und extremen Temperaturen geschützt ist, sondern spart auch Energiekosten.
Der Anblick von Pflanzen und natürlichen Strukturen wirkt zudem nachweislich stressreduzierend, fördert Entspannung und kann die Konzentrationsfähigkeit steigern. Besonders in dicht bebauten, urbanen Räumen bieten grüne Dächer eine visuelle und emotionale Entlastung vom grauen Stadtbild und wirken dem Gefühl von Enge und Reizüberflutung entgegen.
Menschen, die regelmäßig Kontakt zu begrünten Flächen haben, berichten von höherer Zufriedenheit, besserer Stimmung und gesteigertem Wohlbefinden. Insbesondere in Wohnanlagen, Büros oder öffentlichen Gebäuden kann Dachbegrünung so nicht nur positive ökologische, sondern auch nachhaltige gesundheitliche und soziale Effekte entfalten.
Nicht zuletzt entstehen durch den wachsenden Markt für Dachbegrünungen neue Arbeitsplätze, von der Planung über die Produktion bis hin zur Installation und Pflege.
Die Vorteile eines Gründachs noch einmal übersichtlich zusammengefasst:
Verbessertes Stadtklima
Regenwassermanagement
Gesteigerte Luftqualität
Höhere Artenvielfalt
Schallschutz
Energieeinsparung
Schutz der Dachhaut
Ästhetik & Lebensqualität
Wirtschaftlicher Nutzen
VitaForst in Zahlen
50,000 qm
Dachbegrünung angelegt
>1,000,000€
Energiekosten gespart
ca. 350,000 qm
Dachbegrünung in Pflege
Wie gut isoliert ein Gründach?
Ein Gründach wirkt wie eine natürliche Dämmschicht, indem es Sonnenwärme aufnimmt und speichert. Seine isolierende Wirkung hängt jedoch stark von Faktoren wie der Feuchtigkeit im Substrat, der Bepflanzung, der Schichtdicke des Aufbaus sowie vom jeweiligen Klima ab.
Anders als klassische Dämmmaterialien mit konstantem Wärmewert bietet ein Gründach keinen festen R-Wert. Dennoch sorgt es durch Verschattung, thermische Pufferung und Verdunstungskühlung dafür, dass weniger Wärme übertragen wird und die Kühlleistung des Gebäudes sinkt.
Mehrere Einflüsse bestimmen die Dämmwirkung eines Gründachs. Feuchtes Substrat leitet Wärme schneller als trockenes, während eine größere Substrattiefe mehr thermische Masse schafft und die Dämmung verbessert. Auch die Art und Dichte der Pflanzen spielt eine Rolle, da sie die Aufnahme von Sonnenstrahlung beeinflusst. Hinzu kommt das lokale Klima mit Temperatur, Sonneneinstrahlung und Windverhältnissen.
Die Funktionsweise ist vielfältig: Die Pflanzen beschatten die Dachoberfläche, das Substrat bremst den Wärmetransport und verringert Temperaturschwankungen im Gebäude, und über die Verdunstung geben die Pflanzen Feuchtigkeit ab, die das Dach zusätzlich kühlt. Dadurch sinkt der Energiebedarf für Heizung und Klimatisierung, die Umgebungstemperatur in der Stadt wird reduziert und das Raumklima im Gebäude bleibt stabiler und angenehmer.
Wie hoch ist der Regenwasserrückhalt bei Dachbegrünung?
Gründächer können erhebliche Mengen an Regenwasser zurückhalten, bei extensiven Systemen im Jahresdurchschnitt rund 50 %, bei intensiven Begrünungen sogar bis zu 100 %. Die tatsächliche Speicherleistung hängt von mehreren Faktoren ab, wobei hier die wichtigsten Einflussgrößen, die Substrattiefe, die über die Speicherfähigkeit entscheidet, sowie die Pflanzenarten, die unterschiedlich gut Wasser halten können, darstellen.
Sedum, häufig bei extensiven Dächern eingesetzt, speichert und gibt Wasser besonders effizient wieder ab. Auch die Intensität und Dauer eines Regenereignisses spielt eine Rolle: Leichte Schauer können fast vollständig zurückgehalten werden, während längere oder stärkere Niederschläge das Dach sättigen und Abfluss verursachen.
Das Prinzip der Rückhaltung beruht auf zwei Mechanismen: Zum einen nehmen Substrat und Vegetation Regenwasser auf und speichern es, zum anderen wird ein Teil durch Verdunstung und Transpiration wieder an die Atmosphäre abgegeben. So entlastet ein Gründach nicht nur die Kanalisation, sondern trägt auch zu einem stabileren Wasserhaushalt und zu besserem Klimamanagement in Städten bei.
Welche Nachteile hat eine Dachbegrünung?
Die Nachteile einer Dachbegrünung liegen vor allem in den höheren Anfangsinvestitionen und den zusätzlichen Anforderungen an Statik und Pflege. Die Installation ist deutlich teurer als bei herkömmlichen Dächern, da spezielle Materialien und Fachkräfte benötigt werden.
Hinzu kommt das zusätzliche Gewicht durch Substrat, Vegetation und gespeichertes Wasser, das in vielen Fällen eine bauliche Verstärkung des Daches erfordert. Nicht jedes Gebäude ist daher für eine Begrünung geeignet, insbesondere ältere Bauten oder Konstruktionen mit begrenzter Tragfähigkeit stoßen hier an ihre Grenzen.
Auch der laufende Unterhalt darf nicht unterschätzt werden. Ein Gründach braucht regelmäßige Pflege, etwa durch Bewässerung, Düngung, Unkrautentfernung oder Rückschnitt. Vor allem Systeme mit vielfältiger Bepflanzung können einen hohen Wasserbedarf haben. Zudem können Schädlinge oder Wildwuchs auftreten, die zusätzlichen Aufwand bei der Kontrolle erfordern.
Ein weiteres Risiko betrifft die Dachhaut selbst: Leckagen lassen sich unter einer Begrünung schwerer lokalisieren und beheben. Gleichzeitig ist die Vegetation beinahe schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt, was insbesondere bei starker Sonneneinstrahlung oder Sturm zu Stress für empfindliche Pflanzen führen kann.
Die Nachteile einer Dachbegrünung noch einmal kurz zusammengefasst:
- Hohe Anfangsinvestition,
- Zusätzliche Dachlast,
- Nicht für alle Gebäude geeignet,
- Regelmäßige Pflege erforderlich,
- Hoher Wasserbedarf,
- Risiko durch Schädlinge und Wildwuchs,
- Leckagen schwer lokalisierbar,
- Witterungsanfälligkeit.
Gründach: Vorteile vs Nachteile in der Übersicht
Verbesserung des Stadtklimas, Reduzierung des Wärmeinseleffekts.
Hohe Anfangsinvestitionen für Aufbau und Materialien.
Regenwasserrückhalt (50–100 % je nach System) und Entlastung der Kanalisation.
Zusätzliche Dachlast → häufig statische Verstärkungen nötig.
Verbesserung der Luftqualität: Feinstaubfilterung, CO₂-Bindung, Sauerstoffproduktion.
Nicht jedes Gebäude geeignet (v. a. ältere Bauten oder solche mit geringer Tragfähigkeit).
Förderung der Biodiversität: neuer Lebensraum für Insekten, Vögel und Pflanzen.
Laufende Pflege erforderlich: Bewässerung, Düngung, Unkrautentfernung, Rückschnitt.
Natürliche Dämmung: geringerer Heiz- und Kühlbedarf, stabileres Raumklima.
Höherer Wasserbedarf bei intensiver Begrünung.
Schutz der Dachhaut: verlängerte Lebensdauer durch UV- und Witterungsschutz.
Potenzial für Schädlinge, Wildwuchs und Pflanzenausfälle.
Schallschutz durch Substrat- und Pflanzenschichten.
Leckagen schwerer lokalisier- und reparierbar.
Ästhetischer und gesellschaftlicher Mehrwert: Aufenthaltsflächen, Wohlbefinden, Immobilienwert.
Vegetation anfällig bei extremer Witterung (Hitze, Sturm, Frost).
Wirtschaftlicher Nutzen: Energiekostenersparnis, Wertsteigerung, neue Arbeitsplätze im Bereich Planung, Bau und Pflege.
Fazit: Ist Dachbegrünung sinnvoll?
Eine Dachbegrünung ist in vielen Fällen sehr sinnvoll, da sie gleich mehrere Vorteile vereint: Sie verbessert das Mikroklima, reduziert den Wärmeinseleffekt in Städten, speichert Regenwasser und entlastet damit die Kanalisation.
Zudem wirkt sie wie eine natürliche Dämmung, senkt Energieverbrauch und Heizkosten, schützt die Dachhaut vor Witterungseinflüssen und verlängert deren Lebensdauer. Nicht zuletzt schafft sie Lebensräume für Tiere und Pflanzen und steigert die Attraktivität sowie den Wert eines Gebäudes.
Demgegenüber stehen jedoch auch Nachteile: Die Installation ist teurer als bei herkömmlichen Dächern, erfordert oft statische Verstärkungen und nicht jedes Gebäude ist dafür geeignet. Außerdem braucht ein Gründach regelmäßige Pflege wie Bewässerung, Unkrautentfernung oder Rückschnitt. Auch die Ortung von Leckagen gestaltet sich schwieriger.
In der Gesamtabwägung überwiegen allerdings die ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteile, sofern die baulichen Voraussetzungen gegeben sind und die Dachbegrünungspflege sichergestellt wird.
Dachbegrünung mit Weitblick – ökologisch, nachhaltig, VitaForst.
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Grundlagen der Dachbegrünung: Wie begrünt man ein Dach?
Die Grundlagen der Dachbegrünung beruhen auf einem einfachen Prinzip: Auf dem Dach wird ein spezieller Schichtaufbau geschaffen, der Pflanzenwachstum ermöglicht und gleichzeitig das Gebäude schützt. Dazu gehören unter anderem eine Wurzelschutzfolie, eine Drainageschicht, ein Substrat sowie die eigentliche Vegetation.
Je nach System – extensiv oder intensiv – variiert der Aufbau in Höhe, Gewicht und Pflegeaufwand. So entsteht aus einer zuvor versiegelten Fläche ein grüner Lebensraum, der ökologische und bauliche Funktionen miteinander verbindet.
Wie funktioniert ein Gründach?
Ein Gründach funktioniert, indem es auf dem Dach eine mehrschichtige Konstruktion trägt, die sowohl Pflanzenwachstum ermöglicht als auch das Gebäude schützt. Unter der Vegetation liegen technische Aufbauten wie Wurzelschutzfolie, Drainage und Substrat. Diese sorgen dafür, dass überschüssiges Wasser abgeleitet wird, die Pflanzen dennoch ausreichend Feuchtigkeit speichern können und die Dachhaut unbeschädigt bleibt.
Durch diesen Aufbau übernimmt das Gründach mehrere Funktionen gleichzeitig: Es wirkt wie eine natürliche Dämmung, reguliert Temperaturen im Sommer wie im Winter, speichert Regenwasser, verbessert die Luftqualität und bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Damit wird das Dach zu einem ökologischen und funktionalen Bestandteil des Gebäudes.
Aufbau: Wie ist eine Dachbegrünung im Detail aufgebaut?
Der Aufbau einer Dachbegrünung besteht aus mehreren exakt aufeinander abgestimmten Schichten, die sowohl den Pflanzen ein stabiles Umfeld bieten als auch das Dach zuverlässig schützen.
Je nach Art der Begrünung variieren die Maße der Aufbauhöhe. Bei extensiven Gründächern liegt diese meist zwischen 6 und 15 cm, bei intensiven Anlagen deutlich höher. Zum Einsatz kommen spezielle Materialien wie Wurzelschutzfolie, Drainagematten, Filtervliese und ein leichtes Dachsubstrat. Dieser Dachaufbau sorgt dafür, dass Wasser gespeichert, überschüssige Feuchtigkeit abgeleitet und die Dachhaut langfristig geschützt wird.
Welche Abdichtung unter Gründach? (Dachabdichtung und Wurzelschutz)
Unter einem Gründach ist eine besonders widerstandsfähige Dachabdichtung notwendig, da sie dauerhaft Feuchtigkeit ausgesetzt ist und zugleich vor Durchwurzelung geschützt werden muss. In der Regel kommen hierfür bituminöse oder Kunststoffbahnen (z. B. EPDM, PVC, TPO) zum Einsatz, die wurzelfest ausgeführt oder zusätzlich mit einer Wurzelschutzfolie kombiniert werden.
Diese Schicht verhindert, dass Pflanzenwurzeln in die Dachhaut eindringen und in weiterer Folge Schäden verursachen. Wichtig ist, dass die Abdichtung fachgerecht verlegt und geprüft wird, da sie die Grundlage für die gesamte Dachbegrünung bildet.
Schutzlage
Die Schutzlage ist eine zusätzliche Schicht im Dachaufbau, die direkt auf der Dachabdichtung liegt. Ihre Aufgabe ist es, die Abdichtung vor mechanischen Belastungen zu schützen, wie etwa durch Drainageelemente, Substrat oder bei der späteren Nutzung und Pflege des Gründachs.
Sie besteht meist aus robustem Vlies oder speziellen Schutzmatten, die reißfest, druckstabil und verrottungsbeständig sind. Damit sorgt die Schutzlage dafür, dass die empfindliche Dachhaut nicht beschädigt wird und das gesamte Dachsystem langfristig funktionsfähig bleibt.
Wie wird ein Gründach entwässert: Dachbegrünung-Drainage und -Wasserspeicherung
Ein Gründach wird über einen speziellen Schichtaufbau entwässert, der überschüssiges Regenwasser ableitet und gleichzeitig einen Teil des Wassers für die Vegetation speichert. Zentrale Elemente sind dabei Drainagematten oder -platten, die unter dem Substrat liegen: Sie sorgen für eine gleichmäßige Wasserverteilung, verhindern Staunässe und speichern Feuchtigkeit in kleinen Hohlräumen.
Damit das System dauerhaft funktioniert, werden zusätzlich Kontrollschächte an den Abläufen installiert. Sie ermöglichen die regelmäßige Prüfung und Reinigung der Dachentwässerung, sodass weder Sedimente noch Pflanzenreste die Abflüsse verstopfen. So wird eine zuverlässige Entwässerung mit einer effizienten Wasserspeicherung verbunden, die Pflanzenwachstum und Regenwasserrückhalt optimal unterstützt.
Filterschicht
Die Filterschicht ist ein fester Bestandteil im Aufbau eines Gründachs und liegt direkt über der Drainageebene. Ihre Aufgabe ist es, das Dachsubstrat von der Drainage zu trennen. Dadurch verhindert sie, dass feine Substrat- oder Humuspartikel ausgewaschen und die Drainagematte zusetzen.
Meist wird die Filterschicht aus einem wasserdurchlässigen, verrottungsfesten Vlies gefertigt. So bleibt die Entwässerung dauerhaft funktionsfähig, während Wasser ungehindert in die Drainage gelangt und den Pflanzenwurzeln ungehindert zur Verfügung steht.
Substrat (Vegetationsschicht): Welcher Untergrund für Dachbegrünung?
Für die Vegetationsschicht wird ein spezielles Gründachsubstrat eingesetzt, das sich deutlich von normaler Gartenerde unterscheidet. Es besteht aus einer Mischung aus mineralischen Bestandteilen wie Granulat (z. B. Bims, Lava, Blähton) und organischen Anteilen. Dadurch ist es besonders leicht, wasserdurchlässig und zugleich speicherfähig.
Ein solches Dachsubstrat erfüllt mehrere Aufgaben: Es versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen, speichert Regenwasser, leitet überschüssige Feuchtigkeit ab und belastet das Dach nicht unnötig durch zu hohes Gewicht. Je nach Art der Begrünung – extensiv oder intensiv – wird die Substrattiefe angepasst, um die passende Grundlage für die jeweilige Vegetation zu schaffen.
Bepflanzung
Die Dachbepflanzung bildet die sichtbare oberste Schicht des Gründachs und bestimmt maßgeblich dessen Charakter. Je nach System wird zwischen extensiver und intensiver Begrünung unterschieden.
Während bei extensiven Gründächern vor allem pflegeleichte Pflanzen wie Sedum, Moose oder Kräuter eingesetzt werden, erlaubt eine intensive Dachbepflanzung auch Stauden, Gräser, Sträucher oder sogar kleine Bäume.
Die Auswahl richtet sich nach Standortfaktoren wie Substrattiefe, Dachneigung, Sonneneinstrahlung und Pflegeaufwand. So lässt sich jedes Gründach individuell gestalten – von einer naturnahen, fast wartungsfreien Fläche bis hin zu einem begehbaren Dachgarten mit hoher Vielfalt.
Wie hoch muss eine Dachbegrünung sein?
Die Höhe einer Dachbegrünung hängt von der Art des Systems ab. Extensive Gründächer benötigen in der Regel einen Aufbau von etwa 6 bis 15 cm, was für Moose, Sedum und niedrige Kräuter ausreichend ist. Intensive Dachbegrünungen hingegen sind deutlich höher – hier können die Schichtaufbauten 20 bis 40 cm oder mehr betragen, um auch Stauden, Sträuchern oder kleinen Bäumen genügend Raum zu geben.
Grundsätzlich gilt: Je höher die Schicht, desto größer sind Wasserspeicherfähigkeit, Gewicht aber auch Pflegeaufwand, sowie die Vielfalt an Pflanzen und Gestaltungsmöglichkeiten.
Warum Kiesstreifen bei Dachbegrünung?
Kiesstreifen sind ein wichtiger Bestandteil beim Aufbau einer Dachbegrünung, da sie für Sicherheit und Funktionalität sorgen. Sie dienen als Brandschutzstreifen entlang von Dachrändern oder um Dachaufbauten herum und verhindern so, dass sich Vegetation zu nahe an potentiell sensiblen Bereichen ausbreitet. Gleichzeitig sorgen sie für einen sauberen Abschluss und erleichtern die Wartung.
Um zu verhindern, dass das Substrat in die Kiesbereiche rutscht, wird eine Kiesfangleiste eingesetzt. Diese trennt die Vegetationsfläche zuverlässig ab und stellt sicher, dass die Drainage und Dachentwässerung frei bleiben. So trägt der Kiesstreifen wesentlich zur Langlebigkeit und Sicherheit des Gründachs bei.
Welche Dachneigung für Dachbegrünung: Welches Gefälle bei Gründach?
Für eine Dachbegrünung ist ein leichtes Gefälle wichtig, damit Regenwasser zuverlässig abfließen kann. Als optimal gilt ein Gefälle von etwa 2 bis 5 %, da so Staunässe vermieden wird und die Entwässerung funktioniert.
Grundsätzlich sind Dachbegrünungen bis etwa 5° Dachneigung problemlos umsetzbar, mit speziellen Systemen auch auf bis zu 15°. Bei noch steileren Dächern sind zusätzliche Maßnahmen wie Schubsicherungen oder Netze erforderlich. Ein vollkommen flaches Dach (0 %) ist dagegen nicht ideal, da Wasser stehen bleiben kann – hier muss die Entwässerung besonders sorgfältig geplant werden.
Welche Dachlast für Dachbegrünung?
Die notwendige Dachlast für eine Dachbegrünung hängt stark von der Art des Systems ab. Ein extensives Gründach ist vergleichsweise leicht und bringt zwischen 60 und 150 kg pro Quadratmeter auf die Waage (inklusive Wasseraufnahme). Ein intensives Gründach mit Stauden, Sträuchern oder sogar Bäumen ist deutlich schwerer und kann 300 bis über 500 kg pro Quadratmeter erfordern.
Wichtig ist, dass die Tragfähigkeit des Dachs vorab durch einen Statiker geprüft wird. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die geplante Begrünung das Gebäude nicht überlastet.
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Formen von begrünten Dächern: Welche Arten von Dachbegrünung gibt es?
Grundsätzlich unterscheidet man bei der Dachbegrünung zwei grundlegende Systeme: die extensive Begrünung und die intensive Begrünung.
- Extensiv begrünte Dächer sind flach aufgebaut, leicht, pflegearm und meist mit robusten Pflanzen wie Sedum oder Kräutern bepflanzt.
- Intensive Begrünungen hingegen sind deutlich aufwendiger, mit höherem Substrataufbau und vielseitiger Bepflanzung bis hin zu Sträuchern oder kleinen Bäumen.
Darüber hinaus gibt es Spezialformen: Ein Retentionsgründach
speichert besonders viel Regenwasser und entlastet so die Kanalisation. Immer gefragter ist die Kombination von Dachbegrünung und Photovoltaik, auch bekannt als Solargründach oder Gründach mit PV-Anlage. Dabei profitieren Solarmodule von der Kühlung durch die Vegetation, während das Dach gleichzeitig Energie erzeugt und ökologische Funktionen übernimmt.
Extensive Dachbegrünung
Die extensive Dachbegrünung ist die einfachste und zugleich am weitesten verbreitete Form. Sie eignet sich besonders für große Flächen, die nur wenig Pflegeaufwand erfordern sollen. Typisch sind niedrige Aufbauhöhen von etwa 6 bis 15 cm, wodurch das Gewicht vergleichsweise gering bleibt – je nach Substrattiefe und Feuchtigkeit von 60 bis 150 kg/m².
Beim extensiv begrünten Dachaufbau kommen mehrere Schichten zum Einsatz: Dachabdichtung mit Wurzelschutz, Schutz- und Drainageschicht, Filtervlies, ein leichtes Substrat sowie die Vegetation. Die Pflanzenauswahl ist auf robuste Arten beschränkt, die mit wenig Nährstoffen und Wasser auskommen. Besonders verbreitet sind Sedum-Arten, Moose, Kräuter und einige Gräser, die trockenheitsverträglich sind.
So entstehen extensiv begrünte Dächer, die ökologisch wertvoll sind, Regenwasser speichern, die Dachhaut schützen und ohne großen Pflegeaufwand dauerhaft funktionieren.
Intensive Dachbegrünung
Die intensive Dachbegrünung ähnelt einem Dachgarten und bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten – von Stauden- und Kräuterbeeten bis hin zu Sträuchern und kleinen Bäumen. Sie schafft begehbare Freiflächen mit hoher Aufenthaltsqualität, erfordert aber auch mehr Pflege und eine deutlich höhere Tragfähigkeit des Dachs.
Der Aufbau ist komplexer als bei einer extensiven Begrünung: Unter der Vegetationsschicht liegen Substrat (meist 20 bis 40 cm oder mehr), Filtervlies, Drainageschicht, Schutzlage und die wurzelfeste Dachabdichtung. Dadurch erreicht das System ein Gewicht von 300 bis über 500 kg/m², abhängig von Aufbauhöhe, Wasseraufnahme und Bepflanzung.
Bei den Pflanzen sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Neben Stauden, Gräsern und Kräutern können auch Gehölze, Ziersträucher oder sogar kleine Bäume integriert werden. Immer vorausgesetzt, das Substrat ist tief genug und die Statik des Gebäudes erlaubt diese Last. So entstehen vielseitige, intensiv begrünte Dächer, die als grüne Oasen mitten in der Stadt zur Entspannung einladen.
Unterschied extensive und intensive Dachbegrünung
Extensive Dachbegrünung
- Aufbauhöhe: ca. 6–15 cm
- Gewicht: ca. 60–150 kg/m²
- Pflanzen: Sedum, Moose, Kräuter, einzelne Gräser (pflegearm, trockenheitsresistent)
- Pflegeaufwand: gering (1–2 Kontrollgänge pro Jahr)
- Kosten: niedriger, da weniger Material und Pflege nötig.
- Nutzung: nicht begehbar, vorrangig ökologischer Nutzen (Kühlung, Regenwasserrückhalt, Biodiversität)
Intensive Dachbegrünung
- Aufbauhöhe: 20–40 cm oder mehr.
- Gewicht: 300–500 kg/m² (abhängig von Substrat und Bepflanzung)
- Pflanzen: Stauden, Ziergräser, Sträucher, kleine Bäume (hohe Vielfalt)
- Pflegeaufwand: hoch (regelmäßige Bewässerung, Düngung, Rückschnitt)
- Kosten: deutlich höher (Material, Statik, Pflege)
- Nutzung: begehbar, nutzbar wie Garten oder Parkfläche, hoher Gestaltungswert.
Möglichkeiten bei Dachbegrünungen
Eine Dachbegrünung lässt sich auf ganz unterschiedlichen Dachformen und Bauwerken umsetzen. Wichtig sind stets die Statik, die Dachabdichtung und ein passendes Begrünungssystem.
- Flachdach: Die klassische Lösung für Gründächer. Ob extensiv oder intensiv, hier sind beide Varianten möglich, da die Last gleichmäßig verteilt werden kann und ausreichend Aufbauhöhe vorhanden ist.
- Schrägdach: Auch geneigte Dächer lassen sich begrünen, meist mit speziellen Schubsicherungen oder Netzen. Bis etwa 15° Dachneigung sind Begrünungen gängig, darüber sind besondere Maßnahmen nötig.
- Begrünte Terrassenüberdachung: Eine attraktive Lösung für mehr Grün direkt am Wohnbereich. Leichte Systeme mit niedriger Aufbauhöhe sind hier ideal, um das Tragwerk nicht zu überlasten.
- Begrüntes Vordach: Auch kleine Vordächer können bepflanzt werden. Optisch ein Hingucker und gleichzeitig funktional, da Regenwasser zurückgehalten wird.
- Carport: Eine Dachbegrünung auf dem Carport bringt Natur in den Eingangsbereich und verbessert zugleich den Regenwasserrückhalt. Aufgrund der geringeren Tragfähigkeit wird meist eine leichte Extensivbegrünung gewählt.
- Garage: Auch Garagendächer eignen sich ideal für extensive Begrünungen mit Sedum und Kräutern – pflegeleicht, leichtgewichtig und optisch ein Gewinn.
- Fahrradgarage mit Dachbegrünung: Eine kleine, aber effektive Möglichkeit, versiegelte Flächen aufzuwerten. Hier bieten sich vorgefertigte Kassettensysteme oder Vegetationsmatten an.
- Gartenhaus: Das Dach eines Gartenhauses lässt sich mit einer Extensivbegrünung harmonisch in die Umgebung einfügen und trägt zudem zur besseren Klimaregulation im Garten bei.
Damit zeigt sich: Von großen Flachdächern bis hin zu kleinen Vor- und Nebengebäuden – fast jedes Dach kann, mit dem passenden System, zum grünen Lebensraum werden
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Gründach bepflanzen: Welche Pflanzen für Dachbegrünung?
Ein Gründach bepflanzen bedeutet, die passende Vegetation für Standort, Aufbauhöhe und Pflegeaufwand auszuwählen. Welche Pflanzen bei einer Dachbegrünung eingesetzt werden, hängt im Wesentlichen von der Art der Bepflanzung ab.
- Bei extensiven Begrünungen kommen robuste, trockenheitsverträgliche Arten wie Sedum, Moose, Kräuter und niedrige Gräser zum Einsatz.
- Intensive Dachbegrünungen bieten dagegen viel mehr Spielraum: Von Stauden und Ziergräsern bis hin zu Sträuchern und kleinen Bäumen lassen sich vielfältige Pflanzen integrieren. Immer in Abhängigkeit von Substrattiefe, Dachlast und gewünschter Nutzung.
Sedum-Dachbegrünung & Sukkulenten
Eine Sedum-Dachbegrünung ist die am weitesten verbreitete Form der extensiven Begrünung. Sedum-Arten, auch Fetthennen genannt, sind besonders widerstandsfähig, trockenheitsverträglich und benötigen nur eine geringe Substrattiefe. Sie speichern Wasser in ihren Blättern und überstehen dadurch auch längere Trockenphasen problemlos, was ideal für Dächer mit wenig Pflegeaufwand ist.
Auch andere Sukkulenten eignen sich hervorragend für die Dachbegrünung. Sie zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, Wasser zu speichern, und sind extrem anpassungsfähig. In Kombination mit Sedum sorgen sie für ein robustes, pflegeleichtes Gründach, welches das ganze Jahr über „grün“ bleibt und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leistet.
Welche Gräser für Dachbegrünung?
Für die Dachbegrünung eignen sich vor allem robuste, trockenheitsverträgliche Gräser, die mit wenig Substrat und Wasser auskommen. Häufig verwendet werden etwa:
- Schwingel-Arten (Festuca): Besonders der Blauschwingel, der mit seiner feinen, blaugrauen Struktur optische Akzente setzt. Er ist zudem durch seine Trockenresistenz, Frosthärte und geringen Ansprüche ideal für Extensivbegrünungen auf Dächern. Er bildet optisch attraktive, blaue feine Horste und gedeiht auf mageren, durchlässigen Böden mit wenig Nährstoffen.
- Bärenfellgras (Festuca gautieri): Ein niedrig wachsendes, horstbildendes Gras, das ebenfalls robust, immergrün, frosthart und niedrig wachsend ist. Es eignet sich gut für Trockenstandorte und wird in Gründächern als pflegeleichter Bodendecker eingesetzt.
- Rotschwingel (Festuca rubra): Es ist pflegeleicht, anspruchslos, winterhart, bildet dichte Rasenflächen und verträgt auch Halbschatten. Es eignet sich gut für die Flächenbegrünung auf Dächern, vor allem in Mischungen mit anderen Pflanzen.
- Ziergräser wie Seggen (Carex-Arten): Sind robuste, mehrjährige Gräser mit attraktiver Struktur, die auch auf extensiven Dächern wachsen können. Die blaugrüne Segge (Carex flacca) zum Beispiel ist robust und anpassungsfähig an unterschiedliche Licht- und Bodenverhältnisse.
Diese Gräser ergänzen Sedum und Kräuter optimal, bringen Struktur und Bewegung ins Dachbild und tragen zur ökologischen Vielfalt bei.
Welche Kräuter für Dachbegrünung?
Für eine Dachbegrünung eignen sich vor allem Kräuter, die trockenheitsverträglich, genügsam und widerstandsfähig sind. Besonders bewährt haben sich:
- Thymian (Thymus serpyllum, Thymus vulgaris): Niedriger Wuchs, duftend, sehr hitze- und trockenheitsresistent. Sehr genügsam und bietet trotzdem mit seinen Blüten Insekten reichhaltige Nahrung. Er ist ein beliebter Bodendecker auf extensiven Gründächern.
- Oregano (Origanum vulgare): Robust, pflegeleicht und blüht attraktiv von Juli bis August, wobei er Bienen und Schmetterlinge anzieht. Er wächst auch auf trockenen Dächern gut.
- Wiesen-Salbei (Salvia pratensis): Bevorzugt sonnige, trockene Standorte und wird etwa 40-60 cm hoch. Seine blau-violetten Blüten sind für Bienen und Schmetterlinge von großer Bedeutung.
- Edelgamander (Teucrium chamaedrys): Ist ein niedriger, wintergrüner Bodendecker mit rosafarbenen Blüten, der trittfest und trockenheitsverträglich ist. Er eignet sich gut für Extensivbegrünungen auf Dächern.
Diese Kräuter für Dachbegrünungen bereichern das Dach nicht nur optisch und ökologisch, sondern verströmen zudem angenehme Düfte und fördern die Biodiversität.
Welche Stauden für Dachbegrünung?
5 Stauden, die sich gut für die Dachbegrünung eignen, sind die folgenden:
- Schafgarbe (Achillea millefolium): Eine sehr robuste Pflanze, die Trockenheit gut verträgt und sich zur extensiven Dachbegrünung eignet.
- Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia): Geeignet für sonnige und halbschattige Dächer, pflegeleicht und attraktives Blühbild.
- Sand-Thymian (Thymus serpyllum): Trockenheitsresistent und pflegeleicht, auch als aromatische Pflanze, die bei Gründächern jeder Art beliebt ist.
- Weiße Fetthenne (Sedum album): Sukkulente, die Wasser speichert und daher optimal für trockenere, extensive Dachbegrünungen ist.
- Hauswurz (Sempervivum spp.): Sehr trockenheitsresistent und anspruchslos, oft eingesetzt in extensiven Gründächern.
Diese Pflanzenauswahl besteht vorwiegend aus robusten, trockenheitsresistenten und pflegeleichten Stauden, die für die speziellen Bedingungen auf Dächern gut geeignet sind.
Samen & Saat-Mischungen für die Dachbegrünung
Samen und Saatmischungen für die Dachbegrünung sind grundsätzlich eine sehr sinnvolle und effiziente Methode, um Dachflächen nachhaltig und pflegearm zu begrünen. Hier einige wichtige Punkte, die für diese sprechen:
- Qualität: Hochwertige Saatgutmischungen wie z.B. die Regel-Saatgut-Mischung RSM 6.1 werden speziell für die Anforderungen von Gründächern zusammengestellt. Sie bestehen aus robusten, trockenheitsverträglichen Pflanzen, die wenig Pflege und Nährstoffbedarf haben. Solche Mischungen enthalten Gräser, Kräuter, Moose und Sukkulenten, die zusammen ein naturnahes Biotop bilden.
- Pflege: Extensive Dachbegrünungen mit guten Saatmischungen brauchen kaum Bewässerung oder Düngung. Nach der Aussaat ist jedoch regelmäßiges Gießen bis zum Keimen wichtig. Unkraut sollte entfernt werden. Eine Mahd ist nur selten erforderlich und soll das natürliche Gleichgewicht erhalten.
- Inhaltsstoffe: Mischungen enthalten meist Samen artenreicher Wildpflanzen, die sich an extreme Standortbedingungen wie Trockenheit und geringe Substratstärken anpassen. Diese Artenvielfalt fördert auch Biodiversität und Insektenleben.
- Anwendung: Saatmischungen sind von Frühjahr bis Herbst aussaatfähig. Sie benötigen einen guten Bodenkontakt und ausreichend Substrattiefe (5–15 cm je nach Mischung). Vegetationsmatten oder Pflanzenteppiche sind alternative Begrünungsmethoden mit schneller Wirkung, aber Saatgut ist vielseitiger und günstiger.
- Qualitätssicherung: Saatgut für Dachbegrünungen sollte nach FLL-Richtlinien geprüft sein, mit hoher Keimfähigkeit und Reinheit. Billige Mischungen enthalten oft ungeeignete Futtergräser, die viel Pflege benötigen.
Samen- und Saatmischungen für die Dachbegrünung können somit eine interessante Option sein, bringen aber Vor- und Nachteile mit sich.
Vorteile:
- Kostengünstiger als vorgefertigte Vegetationsmatten oder Pflanztrays.
- Große Auswahl an Mischungen speziell für extensive Begrünungen (z. B. Sedum-Kräuter-Gräser-Mischungen).
- Flexible Gestaltung: Die Mischung kann an Standortfaktoren wie Sonne, Windexposition oder Substrattiefe angepasst werden.
Nachteile:
- Die Etablierung dauert länger: Bis zur vollständigen Begrünung können 1–2 Jahre vergehen.
- In der Anfangsphase ist ein hoher Pflegeaufwand nötig (Bewässerung, Unkrautkontrolle, Nachsaat).
- Das Ergebnis ist weniger planbar, da nicht alle Arten gleich gut anwachsen oder langfristig bestehen bleiben.
Dachbegrünung: Wie viele Pflanzen pro m²?
Für extensive Gründächer ist eine Pflanzdichte zwischen 10 und 20 Pflanzen pro m² üblich und praktikabel, insbesondere bei Sedum- und Kräuter-Mischungen. Für intensive Systeme mit größeren Pflanzenarten und höherem Substrataufbau kann die Dichte variieren. Das bedeutet in der Praxis weniger Pflanzen pro Fläche, dafür größere Exemplare.
Eine höhere Dichte fördert eine raschere Abdeckung und verringert die Konkurrenz durch Unkraut, kann aber auch zu stärkerer Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe führen. Es kann deshalb sinnvoll sein, in Phasen zu planen. Heißt, zuerst dichter setzen, damit eine schnelle Deckung möglich ist, und später gegebenenfalls verdünnen oder umpflanzen.
Wann ist die beste Zeit für eine Dachbegrünung: Wann pflanzt man?
Die beste Zeit für eine Dachbegrünung bzw. Bepflanzung ist in der Regel im Frühjahr oder Herbst – zu Beginn und zum Ende der Vegetationsperiode. Saat und Stecklinge etablieren sich in diesen Perioden besser, da die Temperaturen moderater sind und noch keine Extrembedingungen wie starke Hitze- und Trockenstress (Sommer) oder Frost (Winter) auftreten.
Vorgezogene, wurzelnde Pflanzen („plugs“ bzw. Setzlinge mit Wurzeln) können im Verlauf der Vegetationsperiode eingesetzt werden, jedoch sollten dabei extreme Hitze- oder Trockenperioden vermieden werden.
Welche Pflanzen kann ich in meiner Dachbegrünung nachpflanzen?
Wenn Sie eine Dachbegrünung bereits angelegt haben oder ein etabliertes Gründach pflegen, können Sie gelegentlich Nachpflanzungen vornehmen, um Lücken zu schließen oder die Artenvielfalt zu erhöhen. Dabei sollten Sie geeignete Pflanzen wählen, die zu den Standortbedingungen Ihres Daches passen (z. B. Substrattiefe, Sonnenexposition, Wind, Trockenstress).
Welche Dachbegrünung eignet sich für den Schatten?
Für schattige Standorte eignen sich spezielle Pflanzen für Dachbegrünungen, die weniger Licht benötigen und dennoch robust sind. Dazu gehören Sedumarten wie Sedum floriferum (Weihenstephaner Gold), Sedum hybridum und Sedum spurium, die relativ schattenverträglich sind und sich auch an weniger sonnigen Stellen gut entwickeln können. Sie bilden dichte Teppiche und sind widerstandsfähige Bodendecker.
Auch gut geeignet ist die Kriechmispel (Cotoneaster dammeri), ein immergrünes, kriechendes Gehölz, das sowohl für sonnige als auch schattige Dächer geeignet ist. Sie eignet sich besonders für intensive Dachbegrünungen mit entsprechend tiefem Substrat.
Weitere schattenverträgliche Stauden und Pflanzen für intensive Begrünungen sind Prachtspieren (Astilbe japonica), die feuchte Böden bevorzugen und bis zu 80 cm hoch werden, sowie der Edelgamander (Teucrium chamaedrys) und Hosta-Arten, die ebenfalls gut mit Schatten zurechtkommen.
Außerdem gibt es Saatgut-Mischungen für schattige und halbschattige Dächer mit Kräuter- und Grasarten, die gezielt für Dachbegrünungen im Schattenprofil entwickelt wurden. Diese Mischungen erfüllen nicht nur FLL-Richtlinien, sondern können zusätzlich auch noch mit Sedumsprossensaat kombiniert werden.
Einzeln oder in Kombination sorgen die hier aufgeführten Möglichkeiten für eine stabile, gesunde und attraktive Dachbegrünung auch ohne direkte Sonne.
Zusammenfassend:
- Schattenverträgliche Sedumarten.
- Kriechmispel und Prachtspiere bei intensiven Dachbegrünungen.
- Spezielle Saatmischungen für schattige Standorte.
- Pflanzenwahl abhängig von Substrattiefe und Dachtyp.
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Pflege und Werterhalt eines Gründachs: Wie pflegt man ein begrüntes Dach?
Die Pflege und Wartung eines Gründachs sind entscheidend, um dessen langfristige Funktion und Ästhetik sicherzustellen. Eine fachgerechte Dachbegrünung benötigt je nach Art der Begrünung (extensiv oder intensiv) unterschiedliche Pflegeaufwände.
Typische Pflegemaßnahmen umfassen das regelmäßige Entfernen von unerwünschtem Bewuchs, Nachpflanzungen, Düngung, Bewässerung vor allem während des An- und Aufwuchses sowie die Reinigung von Dachabläufen und Entwässerungseinrichtungen.
Bei intensiven Begrünungen kommen Schnittarbeiten an Gehölzen hinzu. Zudem wird hinsichtlich der Pflege der Dachbegrünung empfohlen, die Dachabdichtung und technische Einrichtungen mindestens zweimal jährlich zu überprüfen, um Schäden frühzeitig zu erkennen. So bleibt das Gründach funktionstüchtig und erhält seinen Wert über viele Jahre.
Wie oft muss ein Gründach gewartet werden?
Die Häufigkeit der Wartung hängt stark von der Art der Begrünung ab. In der folgenden Tabelle haben wir Ihnen die Richtwerte für die Pflege sowohl von intensiver als auch extensiver Dachbegrünung kurz zusammengefasst.
Extensive Begrünung
2–4 Mal pro Jahr (mind. halbjährlich)
Kontrolle der Abläufe und Kontrollschächte, Entfernen von unerwünschten Pflanzen, Nachsaat oder Düngung bei Bedarf, Substratpflege.
Intensive Begrünung
Laufende Pflege, ähnlich wie bei Gärten (bis zu mehrmals monatlich)
Regelmäßige Bewässerung, Düngung, Rückschnitt, Pflanzenschutz, intensive Pflege der Vegetation und Wegeflächen.
Allgemein (beide Systeme)
Mind. 1–2 Inspektionen pro Jahr
Kontrolle der Dachentwässerung, Brandschutzstreifen, Dachhaut, Vegetationsentwicklung.
Wie bewässert man ein Gründach?
Die Bewässerung eines Gründachs ist entscheidend, um die Pflanzen gesund und vital zu halten, besonders in Trockenperioden und während der Anwachsphase der Vegetation.
- Die effektivste Methode ist die Tropfbewässerung, bei der Wasser direkt an die Wurzeln der Pflanzen abgegeben wird. Das minimiert Verdunstungsverluste und stellt eine gezielte Versorgung sicher. Tropfsysteme können ober- oder unterhalb der Substratschicht installiert werden.
- Alternativ kann eine Sprinklerbewässerung verwendet werden, die Wasser über die gesamte Fläche verteilt, aber hier besteht ein höherer Wasserverbrauch und Verdunstungsverluste sind größer.
- Manche Systeme arbeiten mit Kapillarbewässerung, wobei Wasser über die natürliche Kapillarwirkung aus einem Reservoir an die Pflanzen geleitet wird und so automatisch Feuchtigkeit liefert.
Für extensive Gründächer ist Bewässerung meist nur in den ersten zwei Jahren nach der Anlage und bei längeren Trockenperioden notwendig. Ansonsten benötigen die trockenresistenten Arten kaum zusätzliches Wasser. Automatisierte Bewässerungssysteme mit Feuchtigkeitssensoren und Zeitsteuerungen optimieren den Wasserverbrauch und reduzieren den Pflegeaufwand.
Wann Dachbegrünung düngen und welchen Dünger verwenden?
Ein Gründach sollte sparsam und gezielt gedüngt werden. Am besten einmal jährlich im Frühjahr, wenn die Vegetation wieder austreibt und zusätzlichen Nährstoffbedarf hat. Wir empfehlen hierfür langsam freisetzende, organische Dünger, um die Pflanzen nachhaltig zu versorgen und Auswaschungen in die Kanalisation zu vermeiden. Eine Düngung im Herbst ist dagegen nicht ratsam, da die Pflanzen dann noch einmal ins Wachstum gehen würden und nicht ausreichend Zeit hätten, sich auf den Winter vorzubereiten.
Zudem gilt: Nicht jedes Gründach braucht automatisch eine regelmäßige Düngung. Bei vielen extensiven Dachbegrünungen genügt es, den Zustand der Vegetation im Blick zu behalten und nur bei erkennbaren Nährstoffmängeln nachzudüngen. Vermeiden Sie des Weiteren die Verwendung von Kompost aus tierischen Abfällen, da dieser übermäßig viel Stickstoff und Phosphor auslaugen kann. So bleibt das Dach dauerhaft gesund, die Pflege überschaubar und die ökologische Wirkung der Begrünung erhalten.
Dachbegrünung Unkraut entfernen
Das Entfernen von Unkraut gehört zu den wichtigsten Pflegeschritten bei einer Dachbegrünung. Vor allem in den Sommermonaten steigt der Druck durch unerwünschte Eindringlinge, die sich schnell ausbreiten und die gewünschte Vegetation verdrängen können. Regelmäßiges Jäten ist also ein zentraler Bestandteil der vorbeugenden Pflege, um abgestorbene oder kranke Pflanzen sowie Unkraut und invasive Arten zu entfernen.
Am besten wird das Unkraut frühzeitig und manuell entfernt, um Substrat und Dachhaut nicht zu beschädigen. Chemische Mittel sollten auf einem Gründach nicht eingesetzt werden. Wichtig ist, die Wurzeln möglichst vollständig zu beseitigen, damit die Pflanzen nicht erneut austreiben.
Selbst bei etablierten Dachbegrünungen sind regelmäßige Kontrollen notwendig, da sich immer wieder Wildwuchs oder Gehölzsämlinge ansiedeln können. Werden diese konsequent entfernt, bleibt das Dach dauerhaft gesund, funktional und optisch ansprechend.
Muss ich ein Gründach mähen?
Ob ein Gründach gemäht werden muss, hängt stark von der Art der Begrünung ab. Extensive Dächer mit Sedum, Moosen oder anderen trockenheitsverträglichen Pflanzen kommen in der Regel ohne regelmäßiges Mähen aus. Hier reicht es meist, einmal jährlich Unkraut zu entfernen oder punktuell einen Pflegeschnitt vorzunehmen. Der Aufwand ist also sehr gering und beschränkt sich eher auf kleine Eingriffe.
Anders sieht es bei intensiven oder gartenähnlich angelegten Gründächern aus, auf denen Gräser und höher wachsende Pflanzen dominieren. Dort kann ein regelmäßiger Schnitt sinnvoll sein, um das Dach in Form zu halten und die Pflanzen gesund zu erhalten. Auch einzelne Gräser auf extensiven Flächen können gelegentlich gemäht werden. Mähen ist jedoch kein Standard bei jedem Gründach, sondern eine optionale Pflegemaßnahme, die sich stark nach der Pflanzenauswahl und der Nutzung richtet.
Wie lange hält eine Dachbegrünung?
Ein gut angelegtes und gepflegtes Gründach kann erhebliche Lebensdauern von 30 bis 50 Jahren erreichen. Viele Studien und Übersichtsarbeiten nennen diesen Wertebereich als realistische Schätzung.
Der Grund für diese Langlebigkeit liegt unter anderem darin, dass die Vegetations- und Substratschichten die Dachabdichtung vor UV-Strahlung, Temperaturwechseln und mechanischer Beanspruchung schützen. Einige Quellen sprechen davon, dass ein Gründach die Lebensdauer der Dachabdichtung gegenüber einem herkömmlichen Dach verdoppeln (und mehr) kann.
Natürlich hängt die tatsächliche Lebensdauer stark von Faktoren wie Qualität der Materialien (insbesondere der Abdichtung), fachgerechter Ausführung, sorgfältiger Wartung / Pflege und klimatischen Belastungen ab. In weniger günstigen Fällen kann die Nutzungsdauer entsprechend geringer liegen.
Gründach-Pflege und -Wartung von VitaForst
Wir bieten Ihnen die Pflege sowohl von selbst installierter Dachbegrünung als auch diejenige einer bereits bestehenden Dachbegrünung. Wir kümmern uns dabei in fix festgelegten zeitlichen Abständen um Ihr Gründach – Fotodokumentation inklusive.
Alles drin im Komplettpaket-Dachbegrünungspflege:
Fertigstellungs- und Entwicklungspflege
Sicherstellung des guten Anwachsens der Pflanzen und Schutz vor Erosion.
Unterhaltspflege
Langfristige Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Dachbegrünung.
Technische Wartung
Inklusive Kontrolle und Pflege von Dachaufbauten, Abläufen und Absturzsicherungen.
Spezifische Maßnahmen
Anpassung an individuelle Bedürfnisse, z.B. für Privathäuser, Industrie- oder Gewerbeimmobilien.
Ob extensive oder intensive Dachbegrünung: Je nach Begrünungsziel, Standortverhältnissen und Art der Dachbegrünung benötigt jede Grünfläche irgendwann Pflege. Wir bieten Ihnen das komfortable Komplettpaket in der Dachbegrünungspflege im Frühjahr und Herbst inklusive Wartungsvertrag.
Dazu gehören sowohl das Aussprechen von Empfehlungen als auch Leistungen wie die Nachsaat, die Sekurantenkontrolle, eine Fotodokumentation und die notwendige Pflegearbeiten mit Elektrogeräten (für weniger Lärm und Emissionen).
Unsere Einsatzschwerpunkte liegen im Raum München, Bayern (150 km Umkreis) und rund um Zülpich in Nordrhein-Westfalen (Bonn und Köln) – prinzipiell ist aber auch eine Zusammenarbeit in ganz Deutschland möglich.
Kontaktieren Sie uns gerne unverbindlich und wir finden gemeinsam mit Ihnen die perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Dachbegrünung.
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Kosten: Wie viel kostet eine Dachbegrünung?
Die Kosten einer Dachbegrünung hängen stark von der Art des Systems, der Dachgröße und den baulichen Voraussetzungen ab. Extensive Begrünungen sind mit geringerer Aufbauhöhe, leichteren Materialien und pflegearmen Pflanzen vergleichsweise günstig, während intensive Dachbegrünungen mit höherem Substrat, vielfältiger Bepflanzung und erhöhter Traglast deutlich teurer sind. Hinzu kommen mögliche Zusatzkosten für Statik, Abdichtung und Pflege – zugleich gibt es aber auch Gründach-Förderprogramme, die die Investition attraktiver machen.
Hier sehen Sie die wichtigsten Kostenfaktoren eines Gründachs in der Übersicht:
Substrat / Vegetationsschicht
Je tiefer das Substrat, desto höher die Materialkosten (mehr Volumen an Erde/Mischung).
Pflanzen (Setzlinge, Matten, Mischungen)
Unterschiedliche Arten, Pflanzdichten oder Spezialpflanzen (z. B. Stauden) haben einen deutlichen Einfluss auf die Kosten.
Pflege / Wartung
Laufende Kosten für Pflege (Unkraut, Bewässerung, Schnitt etc.) über die Lebensdauer des Daches.
Statik / Strukturverstärkung
Wenn das Gebäude die zusätzliche Last (Substrat, Wasser, Pflanzen) eventuell nicht tragen könnte, sind zuvor zusätzliche bauliche Maßnahmen nötig.
Dachbegrünung: Welche Kostengruppe?
Die Kostenzuordnung eines Gründachs erfolgt in der Regel im Rahmen der DIN 276 – dort sind Begrünungsmaßnahmen heute nicht mehr primär in der Kostengruppe für Außenanlagen, sondern zunehmend im Gebäudebereich eingeordnet.
Nach der neuen DIN 276:2018 gehören Dachbegrünungskonstruktionen zu den Kostengruppen 350 und 360 (also den Dachbereichen) und nicht mehr, wie früher oft üblich, in die Kostengruppe 500 „Außenanlagen und Freiflächen“.
Was kostet 1 qm Dachbegrünung?
Für eine einfache, extensive Begrünung kann man realistischerweise mit etwa 40–90 €/m² rechnen. Bei intensiven Systemen mit höherer Vegetation, größerer Statik und mehr Aufwand steigen die Kosten deutlich – dort sind über 100 €/m² keine Seltenheit. Bitte beachten Sie jedoch, dass es sich bei diesen Angaben lediglich um Richtwerte handelt. Für eine genaue Einschätzung der Kosten für Ihr persönliches Gründach, nehmen Sie bitte unverbindlich Kontakt mit uns auf – wir freuen uns auf Ihre Nachricht.
Förderung: Wer fördert Dachbegrünung?
Neben den Fördermaßnahmen von Städten, Kommunen und Ländern bietet auch der Bund zahlreiche Programme zur Unterstützung von Dachbegrünungen an. Diese umfassen zinsgünstige Kredite und direkte Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Fördermittelgeber sind Ministerien wie das BMWE, BMUKN oder BMI sowie die KfW. Die Zielgruppe reicht von Privatpersonen über Unternehmen bis hin zu Vereinen und öffentlichen Einrichtungen. In unserem ausführlichen Ratgeber zum Thema erhalten Sie weitere Informationen zu den Möglichkeiten für eine Förderung Ihrer Dachbegrünung.
Kann man Dachbegrünung selber machen?
Ja, eine Dachbegrünung kann man grundsätzlich auch selber machen – vor allem bei kleineren Flächen wie Garage, Carport oder Gartenhaus. Dafür gibt es fertige Systeme wie Vegetationsmatten, Kassetten oder Komplettpakete, die den Aufbau deutlich vereinfachen. Wichtig ist jedoch, auf eine zuverlässige Dachabdichtung und Wurzelschutz zu achten und die Statik vorher zu prüfen.
Für größere oder komplexe Dachflächen empfiehlt sich hingegen die Arbeit durch Fachbetriebe, um Fehler beim Aufbau oder Schäden und damit Folgekosten zu vermeiden.
Ist eine Dachbegrünung genehmigungspflichtig?
Ob eine Dachbegrünung genehmigungspflichtig ist, hängt stark von örtlichen Regelungen, der Art der Begrünung und dem Bebauungsplan ab — bundesweit besteht keine generelle Pflicht zur Genehmigung. Für gewöhnlich gelten diese Faustregeln:
- Für extensive Gründächer, also niedrig begrünte Dachflächen, wird meist keine Genehmigung gebraucht.
- Für intensive oder begehbare Dachgärten hingegen kann eine Genehmigung notwendig sein, da hier bauliche Eingriffe, Nutzungsänderungen und höhere Anforderungen an Statik, Entwässerung oder Brandschutz ins Spiel kommen.
Dachbegrünung-Komplettpakete: Matten, Kassetten und Fertigelemente
Dachbegrünung-Komplettpakete sind eine praktische Lösung für Bauherren, die schnell und sicher ein funktionsfähiges Gründach umsetzen möchten. Dabei gibt es verschiedene Systeme, die sich vor allem in Handhabung, Aufbau und Pflege unterscheiden.
Vegetationsmatten
Diese werden vorkultiviert angeliefert und auf der vorbereiteten Dachfläche verlegt. Vorteil ist ein sofort grünes Dach mit hoher Deckung, wodurch Unkraut kaum Chancen hat. Der anfängliche Pflegeaufwand ist dadurch geringer.
Kassettensysteme
Hierbei handelt es sich um vorgefertigte Module mit Substrat und Vegetation, die wie Bausteine zusammengesetzt werden. Das ermöglicht eine schnelle Montage, ist aber eher für kleinere Flächen wie Garagen oder Carports verbreitet.
Fertigelemente
Diese Komplettsysteme kombinieren Drainage, Substrat und Bepflanzung in einem Modul. Sie lassen sich unkompliziert verlegen und garantieren einen standardisierten Aufbau. Besonders für Selbstbauer bieten sie eine gute Lösung, da keine Einzelkomponenten abgestimmt werden müssen.
Dachbegrünung Aufbau selber machen – Tipps und Risiken
Eine Dachbegrünung selber aufzubauen klingt verlockend, vor allem bei kleineren Flächen wie Garage, Carport oder Gartenhaus. Mit fertigen Komplettpaketen (z. B. Vegetationsmatten, Kassetten oder Fertigelementen) ist das grundsätzlich machbar. Dennoch gibt es einige Punkte, die unbedingt beachtet werden müssen:
Tipps
- Statik prüfen: Vorab klären, ob die Dachkonstruktion die zusätzliche Last (Substrat, Wasser, Pflanzen) tragen kann.
- Dachabdichtung sichern: Eine wurzelfeste Abdichtung ist Pflicht, im besten Fall mit zusätzlicher Wurzelschutzfolie.
- Richtiger Schichtaufbau: Schutzvlies, Drainagematte, Filterschicht, Substrat und Vegetation müssen korrekt aufeinander aufgebaut werden.
- Pflege nicht vergessen: Auch selbst angelegte Gründächer brauchen Pflege – Bewässerung in der Anwachsphase, Entfernen von Unkraut und gelegentliches Düngen.
- Fertige Systeme nutzen: Für Heimwerker eignen sich besonders Kassetten- oder Mattensysteme, da sie die Planung erleichtern und dabei helfen Fehler zu vermeiden.
Risiken
- Undichtigkeiten: Fehler bei der Abdichtung oder beim Einbau können zu Wasserschäden im Gebäude führen.
- Überlastung: Wenn die Statik nicht ausreicht, drohen Schäden an der Dachkonstruktion.
- Falsche Pflanzenwahl: Werden ungeeignete Arten eingesetzt, kann die Fläche schnell verkahlen oder überwuchert werden.
- Folgekosten: Mängel bei Aufbau oder Pflege können hohe Kosten für Nachbesserung, Sanierung oder Erneuerung verursachen.
VitaForst-Dachbegrünung: Vorteile unseres professionellen Services für ein grünes Dach
Wir denken lang- statt kurzfristig, steigen bei jedem Projekt ganzheitlich in das Thema ein und schauen uns die Ausgangssituation genau an.
Als Ihr Partner in Sachen Dachbegrünung betreuen wir Ihr Projekt über die gesamte Laufzeit. Dabei übernehmen wir für Sie nicht nur die Planung, sondern blicken auch auf alle wichtigen Bestandteile und Faktoren.
Haben wir Ihre Ausgangssituation erfasst, erhalten Sie von uns eine perfekt an Ihre Bedingungen angepasste Bepflanzungsempfehlung, die garantiert, dass Ihr Gründach seine Funktionen in allen Belangen erfüllt.
Vertrauen Sie auf unsere Expertise in den Bereichen Dachbegrünung, Dachbegrünungspflege, Schwammstadtkonzepte und Grünsolardächer – wir haben die Erfahrung und das richtige Team, um auch das größte Dach erfolgreich zu begrünen.
Wir realisieren nachhaltige Dachbegrünungen in ganz Deutschland – mit dem Schwerpunkt auf NRW und Bayern:
Wir sind Mitglied bei…
Schweizerische
Fachvereinigung
Gebäudebegrünung
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Dachbegrünung, wie geht das? – Die häufigsten Fragen
Ist ein Gründach eine harte Bedachung?
Ein Gründach kann als harte Bedachung gelten, muss es aber nicht zwingend — das hängt vom Aufbau und den verwendeten Materialien ab. Nach der Definition ist eine harte Bedachung eine Dachkonstruktion, die gegenüber Flugfeuer und strahlender Wärme widerstandsfähig ist.
- Heutzutage gelten intensive Gründächer generell als harte Bedachung, da ihre Substratschichten dicker sind und sie ohne zusätzliche Maßnahmen häufig die Anforderungen erfüllen.
- Für extensive Gründächer ist die Einstufung als harte Bedachung hingegen nicht automatisch gegeben, sodass ihre Widerstandsfähigkeit gegen Flugfeuer und strahlende Wärme oft durch Prüfzeugnisse oder Normnachweise dokumentiert werden muss.
Wie geht Dachbegrünung: Kann man sie auf Dachpappe anlegen?
Ja, eine Dachbegrünung kann grundsätzlich auch auf Dachpappe angelegt werden – allerdings nur, wenn diese absolut wurzelfest ist oder zusätzlich mit einer Wurzelschutzfolie abgedeckt wird. Andernfalls könnten Wurzeln in die Bitumenbahnen eindringen und die Abdichtung beschädigen. Der Bundesverband GebäudeGrün e. V. (BuGG) betont, dass die Dachabdichtung die wichtigste Schicht im Gründachaufbau ist und speziell gegen Durchwurzelung geschützt werden muss.
Praktisch heißt das: Auf eine vorhandene Dachpappe wird zunächst ein Schutzvlies und eine Wurzelschutzbahn gelegt, bevor die weiteren Schichten wie Drainage, Filtervlies, Substrat und Vegetation folgen. Wichtig ist außerdem, dass die Dachpappe noch intakt und dicht ist – bei älteren Dächern sollte vorher ein Fachmann prüfen, ob eine Sanierung notwendig ist. So kann eine Dachbegrünung auch auf Bitumendächern sicher und dauerhaft umgesetzt werden.
Wie ist der Aufbau eines Gründachs auf einer Holzbalkendecke?
Der Aufbau eines Gründachs auf einer Holzbalkendecke unterscheidet sich grundsätzlich nicht von anderen Flachdachaufbauten – allerdings spielt hier das geringe Gewicht eine besonders wichtige Rolle. Da Holzbalkendecken nur begrenzte Lasten tragen können, wird fast immer eine leichte, extensive Begrünung gewählt.
Wichtig: Vor Umsetzung ist eine statische Berechnung durch einen Fachingenieur erforderlich, um die zulässige Dachlast (inklusive Wasseraufnahme) zu prüfen. Bei Holzbalkendecken ist das meist der entscheidende Punkt.
Wie schwer ist eine Dachbegrünung?
Ein Gründach kann vor allem im „gesättigten“ Zustand mit voller Wasseraufnahme beträchtliches Gewicht auf die Konstruktion bringen.
- Dachbegrünung leicht: Für extensive Systeme werden typischerweise Werte zwischen 60 und 150 kg/m² genannt. Bei Standard-Sedum-Systemen kann man von etwa 80 kg/m² im voll durchfeuchteten Zustand ausgehen, in ultraleichten Varianten auch von nur rund 40 kg/m².
- Dachbegrünung schwer: Bei intensiven Gründächern, mit tiefem Substrat, Büschen oder sogar kleinen Bäumen kann das Gewicht noch deutlich höher liegen. Hier sind Werte von 300 bis über 500 kg/m² möglich.
Ist ein begrüntes Dach begehbar?
Ja – ein begrüntes Dach kann begehbar sein, aber das ist keine Selbstverständlichkeit. Ob ein Gründach begehbar ist, hängt von der Konstruktion, der Dachstatik, dem Aufbau und den verwendeten Materialien ab. In Systemen, die ausdrücklich als begehbar geplant sind, werden üblicherweise zusätzliche Maßnahmen ergriffen.
So ist etwa ein Gewicht von 400 kg/m² und mehr sowie eine Aufbauhöhe von mindestens 180 mm notwendig, um sichere Verkehrsflächen und Vegetationsflächen kombinieren zu können. Für Wege auf begrünten Flächen werden spezielle Gehbeläge, Platten oder Wegemodule eingesetzt, die das Substrat schützen und gleichmäßig belasten.
Wo ist Dachbegrünung Pflicht?
Ein prominentes Beispiel ist Hamburg: Dort schreibt das Klimaschutzgesetz eine Solar-und Gründachpflicht vor. Ab 1. Januar 2027 müssen Flachdächer zu mindestens 70 % begrünt und zu 30 % mit PV belegt sein (§ 16 HmbKliSchG), soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar ist.
Auch in Berlin besteht eine Pflicht zur Dachbegrünung für Neubauten mit einer Dachneigung von bis zu 10 Grad, die seit dem 1. Januar 2024 gilt. Für Dachflächen von mehr als 100 Quadratmetern ist eine Begrünung vorgeschrieben, wobei bei Neigungen unter fünf Grad eine intensive und bei fünf bis zehn Grad eine extensive Begrünung erforderlich ist. Ausnahmen sind unter anderem bei Denkmalschutz, technischen Anlagen oder nicht geeigneten Dächern möglich.
In NRW besteht keine allgemeine gesetzliche Pflicht zur Dachbegrünung, aber die neue Landesbauordnung NRW (BauO NRW 2018, n.F. 2024) fordert von Bauherren und Eigentümern, Grünflächen zu schaffen. Wenn auf einem Grundstück keine ausreichenden Grünflächen am Boden möglich sind, muss stattdessen eine Dach- oder Fassadenbegrünung erfolgen. Diese Regelung ist eine Konkretisierung des Schottergartenverbots und verpflichtet zur Begrünung.
In Bayern gibt es keine landesweit geltende Pflicht zur Dachbegrünung. Allerdings können Kommunen im Rahmen von Bebauungsplänen lokale Verpflichtungen zur Dachbegrünung vorsehen. Für staatliche Gebäude wurde in Bayern zumindest in einem Schreiben zur Baupraxis festgelegt, dass Freiflächen vermehrt entsiegelt oder begrünt werden sollen, wenn Maßnahmen an Außenanlagen vorgenommen werden.
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